SYNDICATE
03.10.2009
Westfalenhallen
Dortmund
  • Besucherzahl: 13.000
  • Anzahl DJs und Live-Acts: 35

13.000 ließen die dritte SYNDICATE in den Dortmunder Westfalenhallen zum musikalischen Statement werden: Harter Techno ist gefragter denn je

Für die einen ist es nichts als Lärm, für die anderen die akustische Erfüllung - Samstagnacht waren die Dortmunder Westfalenhallen Pilgerstätte für jene, die sich den härtesten elektronischen Musikrichtungen verschrieben haben. 13.000 Fans reisten an, um zu den Beats von über 30 DJs und LiveActs zu tanzen. Auf drei Floors machten Topstars wie Angerfist, Neophyte und DJ Rush unmissverständlich klar, wie beliebt und hart Techno im Jahre 2009 ist.

Als Sonntagmorgen um sieben Uhr die letzten Tänzer der niederländischen DJane DaY-Már applaudierten, war klar, dass die Fangemeinde für härtesten Techno wider anderer Meinungen sehr groß ist. Elf Stunden lang tanzten 13.000 Technofreunde auf drei Floors, die bezeichnende Namen wie "Masters of Hardcore", "Hardtechno Force" und "Hardstyle Prison" trugen. Höhepunkte der dritten SYNDICATE waren die Live-Auftritte des Dortmunder Lokalhelden Arkus P. und der 2009 durchgestarteten Noisecontrollers. Besonders großer Andrang herrschte bei einem der seltenen Deutschlandauftritte des Chicagoer DJs Rush in der "Hardtechno Force".

Zwischen so klangvollen Namen wie DJ Paul, Outblast, Robert Natus oder Showtek feierten zwei junge deutsche Talente Groß-Event-Premiere. Für die 23-jährige Iserlohnerin Jana Viereck aka Jane Ephex und den 26-jährigen Dortmunder Boris Lieske alias DJ Equalise waren es die ersten Auftritte vor einem so großen Publikum. Beide absolvierten die Feuertaufe mit Bravour. Die Newcomer wurden vom Publikum genauso gefeiert, wie die Routiniers. Überhaupt zeigten sich die Besucher aus Deutschland, den Niederlanden, England Belgien, Österreich und Luxemburg sehr aufgeschlossen. "Die Idee, mit Hardcore, Hardtechno und Hardstyle die drei härtesten Techno-Arten auf einem Event zusammenzubringen, ging zum dritten Mal voll auf.

"Die Besucher pendelten zwischen den Floors ständig hin und her, statt sich auf nur einen Stil zu versteifen", schwärmt Oliver Vordemvenne von der Veranstaltungsagentur I-Motion. Auch die Vertreter des niederländischen Mitveranstalters Art of Dance zeigten sich von der leidenschaftlichen und friedlichen Stimmung des Events begeistert. Einer Fortsetzung im nächsten Jahr steht nichts im Wege.